Stadtkurier Januar 2025

Neues Jahr, neues Glück

Das Buch „2025“ wurde aufgeschlagen und auch wir werden die Seiten tagtäglich neu beschreiben. Mit „neu“ ist nicht immer gemeint, dass wir das Rad sozusagen neu erfinden. Gute und altbewährte Aktionen werden wir genauso auf dem Programm haben, wie neue Angebote, bei welchen sich die Kinder und Jugendlichen aktiv mit einbringen können. Im offenen Bereich können Jugendliche wie immer Dart, Kicker oder Billard spielen und die Spielstube bietet z.B. Spiele, Kreativangebote,  Ferienprogramme… an. Auch euer Fahrrad könnt ihr weiterhin bei uns reparieren. Doch wie wäre es zum Beispiel mit einem Mädchentreff oder einem Jungentreff oder, oder, oder… . Ihr habt bestimmt eigene Ideen, welche wir in einem Gespräch gemeinsam sammeln. Dann werden wir alle Eckdaten abklären und gemeinsam realisieren. Natürlich können wir keine Weltraummission starten, aber es wird zum Beispiel Möglichkeiten geben einen Raum nach Wünschen der Jugendlichen zu gestalten oder ein peppiges Spiel neu zu erwerben. Was aber zu allem die Grundvoraussetzung ist, sind eure Ideen. Bringt euch ein, sprecht mit uns und werdet aktiv.
Als neues Event wird es in Kooperation mit dem Kindergarten Spatzennest einen Klangparcour geben. Dieser wird gemeinsam gestaltet und aufgebaut und ist für Alle nutzbar. Es wird auch einen neuen Leiter in unserer Einrichtung geben. Ein junger Mann aus Gelenau wird ab sofort, die Geschicke im High Point, leiten. Als Altbewährtes, wird es weiterhin die Camps in den Ferien geben. So starten wir mit dem Sportcamp in den Winterferien. Gemeinsam mit dem Jugendkoordinator vom Kreissportbund werden wir 3 sportliche Tage verbringen. Info`s dazu erhaltet ihr im High Point.

Also wer jetzt noch alleine zu Hause hockt ist selber schuld. Geht raus, trefft euch mit „realen“ Freunden und habt Spaß. Erlebt das Jahr 2025 nicht nur vom Kinderzimmer aus.

Martina Oehme

Stadtkurier Februar 2025

Winterferienrückblick

Was haben wir nicht alles erlebt. Wir haben gebastelt, sind gewandert, geschwommen, haben gespielt und uns beim Sportcamp so richtig ausgetobt. Ihr seht es ist viel passiert und ich nehme euch jetzt mit, auf eine Reise durch unser Ferienprogramm.
Angefangen hat alles mit Diamond Painting. Da wurde unsere Geduld ganz schön auf die Probe gestellt. Doch egal wie ungeduldig manche waren, wer sein Bild angefangen hat, hat es auch zu Ende gebracht. Die kleinen Kunstwerke konnten wir natürlich mit nach Hause nehmen. Auf unserer Winterwanderung hat leider der Schnee gefehlt. Dafür haben wir die Sonnenstrahlen genutzt und unseren Vitamin D Haushalt gleich mal aufgefüllt. Eisstock schießen fand dann wieder im High Point statt. Draußen war einfach keine große Eisfläche zu finden. Aber auf dem Teppich im Saal ging es auch sehr gut. Nach 2 Stunden schießen, haben uns die Arme ganz schön weh getan. Aber wir haben auch viel gelacht und das hat alles wett gemacht. Einen Schneemann haben wir natürlich auch gebaut, oder vielmehr gebastelt. Der hängt jetzt an so mancher Wohnungstür bei uns zu Hause. Da es in der ersten Woche zwar nicht geschneit hat, aber kalt war, haben wir uns in der Schwimmhalle, genauer im Nichtschwimmerbecken, gut aufgewärmt. Doch wir sind auch einige Bahnen im großen Becken geschwommen. Als neues Projekt haben wir mit dem Kindergarten Spatzennest einen Klangparcour in Planung. Leider konnten wir die ersten Teile noch nicht in den Boden bringen, denn dafür war der einfach zu sehr gefroren.
Doch wir bleiben dran und bis spätestens zum Sommer werden die ersten Töne erklingen. Einen imaginären Ausflug in den Norden haben wir beim Mölkky spielen unternommen. Mölkky ist ein finnisches Wurfspiel, welches in der Gruppe spielen sehr viel Spaß macht, aber auch bei dem ein oder anderen zu kleinen Frustrationen führte. Denn wer nicht das Holz mit der richtigen Zahl traf, musste wieder von vorn beginnen. Für manchen war das eine ganz schöne Herausforderung, doch der Spaß überwiegte. Den Abschluss unserer Ferien machte das Sportcamp. Während 3 Tagen hatten 25 Kinder jeden Tag zwei Trainingseinheiten in der Sporthalle der Berufsschule. Neben Teamspielen, Federball, Bogen schießen und noch weiteren Sportarten, gab es noch extra Trainingseinheiten im High Point. Dazu gehörte Tischtennis und Kicker. Auch in der Schwimmhalle sind wir noch einige Bahnen geschwommen. Also Sport war reichlich, aber das wussten ja alle teilnehmenden Kinder im Vorfeld. Doch gemeinsam etwas unternehmen, Sport treiben und auch die Abende mit Freunden verbringen macht doch echt mehr Spaß, als alleine zu Hause zu sitzen und zu warten bis die Eltern von der Arbeit kommen.
Denn mal ehrlich, wer von den Eltern hat dann noch Lust, unsere Launen zu ertragen und uns zu bespaßen. So waren zwei Wochen Ferien im nu vorbei. Voll gepackt mit tollen Erlebnissen und Herausforderungen und auch mit vielen Glücksmomenten. Und jetzt mal so ganz nebenbei. Ferienprogramm gibt es im High Point zu allen Ferien. Vielleicht probiert ihr es mal aus. So gibt es zum Beispiel in den Sommerferien auch Camps über mehrere Tage. Wenn man mal als Kind so darüber nachdenkt, bin ich wirklich schon so alt und unbeweglich, um den ganzen Tag auf der Couch zu sitzen, oder reizen mich die Erlebnisse und Herausforderungen, die bestimmt viele Glücksmomente erzeugen.

Martina Oehme

Stadtkurier März 2025

Städtepartnerschaft selbst erleben

Wer weiß schon wo uns das Leben einmal hinführt. Und wer weiß, was später auf uns zukommt. Doch was wir jetzt schon wissen ist, dass Freundschaften oder Partnerschaften über Jahre bestehen können, egal wo ich bin und was ich mache. Was wir auch schon wissen, dass Freundschaften nicht nur im privaten Umfeld entstehen können. Freundschaften entstehen auch bei Jugendtreffen und gemeinsamen Aktivitäten. Wir als Jugendclubverein sind Partner einer Pfadfindergruppe im tschechischen Louny. Über Jahre gestalten wir Treffen in Zschopau und in Louny und genau dabei sind schon viele Freundschaften entstanden, welche auch über Jahre andauern.
Die Kinder und Jugendlichen, welche sich an diesen Treffen beteiligen, halten miteinander Kontakt über die sozialen Medien und erfahren viel aus dem Leben der Anderen und tauschen sich über ihre Erlebnisse aus. Da unsere Treffen immer eine Bereicherung für die Teilnehmenden waren, fiel es uns nicht schwer, Teilnehmer für eine Jugendbegegnung mit den Partnerstädten der Stadt Zschopau, zu finden. So kam unser erstes Treffen mit Jugendlichen aus dem französischen Veneux-les Sablons und dem tschechischen Louny zustande. Die Jugendlichen der ersten Begegnung in Frankreich hielten über mehrere Jahre zur Stange und freuten sich, uns ihre Heimat näher zu bringen und die entstandenen Freundschaften zu pflegen. In einem Ringtausch, war von nun an jedes Jahr ein Land für die Organisation und Durchführung der mehrtägigen Treffen verantwortlich. Schon bei der Planung der Begegnungen intensivierten sich die Kontakte der Jugendlichen und die Gelegenheit, sich wieder persönlich zu treffen, sorgte für Vorfreude. Nach ein paar Jahren bereicherte die Partnerstadt von Louny, das niederländische Barendrecht, unsere Treffen und somit lernten wir wieder neue und interessante Menschen kennen. Im letzten Jahr waren wir der Austragungsort und beherbergten Jugendliche aus Veneux-les Sablon, Barendrecht und Louny.
Wir erkundeten unsere Landeshauptstadt Dresden, besuchten Annaberg-Buchholz, das Greifensteingebiet, Schneeberg, Chemnitz und begaben uns auf Entdeckertour in und um Zschopau. Viele Eindrücke und Erlebnisse wurden auch nach der Begegnung noch untereinander ausgetauscht. Da sich bei diesen Treffen die teilnehmenden Jugendlichen über die Jahre immer besser kennen lernten, entstanden Freundschaften und die Treffen wurden herbeigesehnt. Die gemeinsamen Erlebnisse sorgen auch nach Jahren immer wieder für Gesprächsstoff und Gute Laune Momente. Dieses Jahr besuchen wir Frankreich. Einige Teilnehmer vom letzten Jahr freuen sich schon auf dieses Treffen. Doch leider kann nicht jeder den festgesetzten Termin wahrnehmen. Manche sind auch mittlerweile zu „alt“ für die Jugendbegegnung. Somit tut sich die Chance für neue Teilnehmer auf, sich aktiv zu beteiligen.
Vielleicht möchtet ihr euch neuen Herausforderungen stellen und neue Menschen kennen lernen oder sogar neue Freunde finden, die auch dein Leben über Jahre bereichern können. Die Jugendbegegnung ist vom 19.07. – 26.07.25 und wegen der oben genannten Gründe haben wir noch wenige freie Plätze. Jugendliche ab 12 Jahren können sich bei uns melden und wenn ihr schnell reagiert, könnt ihr euch noch einen Platz sichern und die Städtepartnerschaft selbst erleben.

Kontaktdaten: Telefon 03725 6744, E-Mail highpoint@gmx.net

Martina Oehme

Stadtkurier April 2025

Rundgang durch das Jugend- und Freizeitcentrum „High Point“

Ein Hallo an euch alle da draußen. Ich möchte mit euch auf einen Rundgang durch den High Point gehen und euch einmal zeigen, was ich so sehe, wenn ich den High Point besuche. Noch habe ich das Alter, dass ich meistens die Spielstube besuche. Zum großen Tor rein, bis nach hinten laufen und dann durch die Tür „Spielstube“. Ist eigentlich ganz einfach. Man wird freundlich begrüßt und dann kann man nach seinen Wünschen den Nachmittag gestalten. Ob spielen, basteln oder quatschen, ich glaube kaum, dass für jemanden gar nichts dabei ist. Und mal so ganz nebenbei, auch die Ferienplanungen und Angebote (z.B. Kinderfest am 1.Juni) für die ganze Familie werden von der Betreuerin der Spielstube organisiert. Wenn ich aus der Spielstube gehe, bin ich im Saal. Dort kann ich mit Freunden Tischtennis spielen. Montags und mittwochs treffen sich abends auch Erwachsene zum Tischtennis. Aber der Saal wird auch für andere Sachen genutzt. Ich war dort schon zur Schülerdisco und hab oft bei Angeboten wie Spielenacht, Märchennacht … übernachtet. Außerdem kann man den Saal auch mieten und da haben wir den 70. Geburtstag von meiner Oma gefeiert. Beim Weitergehen komme ich in den „offenen Bereich“. Ab 14 Jahren kann man da nachmittags Billard, Kicker und Dart spielen und ich kann an der neuesten Errungenschaft, einer Play Station 5 (auf diesem Weg nochmal ein Dankeschön an die Sponsoren), meine Freunde zum FIFA-Duell herausfordern. In der gemütlichen Palettensitzecke können wir chillen und an einem Tag in der Woche wird abends gemeinsam gekocht. Die Palettensitzecke nutzen montags gleich nach dem Mittag aber auch ganz nette Omis. Sie treffen sich zum Kaffeeplausch und spielen gemeinsam Karten. Wenn ich nach dem offenen Bereich einen Abstecher nach rechts mache, komme ich in die „gute Stube“. Der Raum wird für Beratungen genutzt, denn im High Point wird auch systemische Familientherapie angeboten. Außerdem trifft sich dort eine Tanzgruppe, verschiedene Vereine nutzen es als Versammlungsraum und es kann auch für Familienfeiern gemietet werden. Weiter nach links komme ich in die „InGe“. Lustiger Name für mich, aber eigentlich wurde er vor ca. 15 Jahren von Jugendlichen „erfunden“, welche aus verschiedenen Ländern stammten, sich im High Point trafen. Sie haben den Raum nach ihren Wünschen gestaltet und ihn „InGe“ für internationale Gemeinschaft genannt. Dieser Raum ist Treffpunkt für die Nachmittagsbetreuung der 5. Klassen der Bebelschule und abends Mädchentreff, aber er wird auch an manchen Nachmittagen als Elterntankstelle genutzt.
Psst… ich habe gehört die „InGe“ soll bald renoviert und aufgehübscht werden. Wenn ich die nächste Tür öffne und die Treppen hinabsteige, komme ich in die Fahrradselbsthilfewerkstatt. Langes Wort. Das bedeutet aber nichts anderes als, dass ich dort mein Fahrrad kostenlos reparieren kann und dabei Hilfe bekomme. So habe ich gelernt einen Schlauch selbst zu flicken und beim wieder aufziehen wurde ich fachmännisch unterstützt. So bin ich wieder mobil und kann auch mal schnell Einkaufen fahren, wenn meine Oma was vergessen hat. Bessert das Taschengeld etwas auf… hi hi. Jetzt bin ich durch alle Räume gelaufen, außer dem Büro. Dort sitzen unser neuer Geschäftsführer und unsere neue Sozialpädagogin- vormittags haben sie viel Bürokram zu tun, sodass das Haus am Laufen bleibt. Nachmittags sind beide für uns da und spielen beispielsweise mit uns Dart oder hören sich unsere Sorgen und Wünsche für das High Point an. Wir reden aber auch über aktuelle oder lustige Sachen. So sind unsere Tage, egal in welchem Raum, sehr kurzweilig und man lernt immer was dazu und erfährt immer als erster, was in den Ferien passiert oder welche Angebote so stattfinden. So ganz nebenbei an die Mütter und Väter da draußen. Wir sind gut untergebracht, können schöne last Minute Geschenke für unsere Lieben basteln und haben immer einen Ansprechpartner. Also kurz und knapp… „Mir gefällts supergut“.

Infos unter: www.highpoint-zp.de

 

Martina Oehme

Stadtkurier Mai 2025

Wohin geht die Reise?

Die Sommerferien stehen vor der Tür und der Ein oder andere, hat seine 6 Wochen Sommerferien, noch nicht verplant. Meist ist nach 2 Wochen mit den Eltern und 2 Wochen mit den Großeltern alles ausgeschöpft und hier kommen wir ins Spiel. Unsere Reise geht einmal weit weg bis nach Frankreich und zweimal nicht so weit, an die Zschopau. Aber ihr werdet sehen, das macht auch Spaß. Im Rahmen der Städtepartnerschaft besuchen wir, mit Jugendlichen, unsere Partnerstadt Veneux les Sablons (19.07. – 26.07.25).
Gemeinsam mit Jugendlichen aus Frankreich, Tschechien und der Ukraine verbringen wir acht spannende Tage. Schon bei der Hinfahrt werden wir mit den tschechischen Jugendlichen aus Louny in Kontakt kommen und bei der gemeinsamen Busfahrt die ersten Bekanntschaften knüpfen. Einige kennen sich ja schon von der letzten Begegnung bei uns in Zschopau und freuen sich wie Bolle auf das neue Treffen. Man kann zwar auch über Insta und Co Kontakt halten, aber gemeinsam etwas erleben, fetzt schon mehr. Abwechslung, Spiel, Spaß und neue Herausforderungen stehen im Schwimm- (15.07. – 18.07.25) und Sommercamp (21.07. – 24.07.25) auf dem Programm. Unser Schwimmcamp richtet sich an Kinder, welche Freude an der Bewegung im Wasser haben.
Wir ermöglichen ihnen das Seepferdchen oder sogar eine weitere Schwimmstufe abzulegen. Neben dem Schwimm- und Tauchtraining werden sie auch mit einfachen Rettungstechniken vertraut gemacht. Dazu besuchen wir je nach Witterung das Freibad oder das Hallenbad. Die Übernachtung findet am Gelände des Kanusportvereins, in Zelten, statt. Beim Sommercamp werden wir uns den ganzen Tag auf dem Gelände des Kanusportvereins aufhalten und vor Ort viele Aktivitäten anbieten. Ob schwimmen, Boot fahren, spielen, basteln oder einfach nur chillen, für jeden wird etwas dabei sein. Doch wir sind nicht immer unterwegs. Vom 28.07. – 08.08.25 gibt es täglich (Montag – Freitag), ein abwechslungsreiches Ferienprogramm im Jugend- und Freizeitcentrum „High Point“. Ein Highlight wird dabei am 05.08.25 ab 9.00 Uhr Fototricks mit dem Green-Screen sein. Dieses Angebot wird ganztägig von der MeKoSax durchgeführt, der Medienkompetenzstelle im Erzgebirge. Durch Foto- und Videobearbeitung kommt zum einen der Spaß nicht zu kurz, aber auch Wissen zur künstlichen Intelligenz wird vermittelt. Sport, Spiel und Kreatives werden ebenfalls auf dem Programm stehen.

 

Martina Oehme

Stadtkurier Juni 2025

 

Ein Haus im Wandel

Ein freundliches Hallo an alle da draußen, ich bin das Haus Launer Ring 4 im August-Bebel-Wohngebiet in Zschopau. Einst zu DDR-Zeiten als Bauarbeiterunterkunft gebaut, stand früh schon fest, dass aus mir das Jugend- und Freizeitcentrum „High Point“ wird. Mit der Wende stand es jedoch mehrfach auf der Kippe, ob ich überhaupt fertig gebaut werden kann. Doch die Stadt übernahm den Gebäudeteil Jugendclub und beschloss, dass ich fertig gebaut werde. Jippi die erste Hürde geschafft. Die HO übernahm den Gebäudeteil mit der zu entstehenden Gaststätte, aber die hatte leider nicht so viel Glück. Mit Auflösung der HO stand alles still und mein zweiter Teil wurde ein beliebter Abenteuerspielplatz für die Kinder im Neubau, bis die Stadt diesen Teil an Lidl verkaufte und ein Supermarkt die Türen öffnete. Eng nebeneinander und doch getrennt war ich Supermarkt und Freizeittreff. Unter der Regie des Jugendclubvereins fanden 3x pro Woche Disco-Veranstaltungen und eine Kinderdisco statt. Da war natürlich ordentlich Stimmung im Haus.
Der Eingang war über der jetzigen Fahrradselbsthilfewerkstatt und auch der Saal sah noch etwas anders aus. Etwas ganz anderes war die Countryzeit. Es wurde mal wieder umgebaut und plötzlich traf sich ein Countryclub in meinen Räumen. Wie in einem Saloon ging es durch Schwingtüren und alles war im Countrystil. Doch auch diese Phase ging irgendwann vorüber. Spannend war dann die Zeit mit dem Billardtisch. Dieser stand erst in dem Raum, der zwischenzeitlich Internetcafe war und heute als Büro dient. Dann wanderte der Tisch in den Raum, der heute InGe genannt wird und Treffpunkt für die Elterntankstelle oder die Nachmittagsbetreuung oder unserer Mädchengruppe oder oder oder… ist. Aber auch diesen Raum musste er verlassen und nach einem Abstecher in den Saal, landete er zu Schluss im offenen Bereich, wo er auch heute noch steht. Doch nicht nur Spielgeräte wanderten durch unsere Räume, auch die Räume wurden immer wieder umfunktioniert.
Im Meisterbüro, wo anfangs die Bauberatungen stattfanden, öffnete sich plötzlich die Tür zur Spielstube. Da waren auf einmal ganz neue Töne zu hören. Statt tiefer Männerstimmen, hörte man über 10 Jahre Kinderstimmen, bevor sich dieser Raum zum Probenraum für Bands wandelte und Musik erklang. Die Spielstube zog in die einstmals geplante Gaststätte. Denn dieser Raum war so groß, dass er dem Ansturm der vielen Besucher standhalten konnte. Anfangs wurde dort das Inventar genutzt, welches bei der Entstehung vom Verein selbst gebaut wurde. Das war schon etwas erdrückend, die vielen schweren, dunklen Holzraumteiler. Aber so war damals eben die Zeit. Mit viel Engagement der Mitarbeiter, Kinder und Jugendlichen und mit Hilfe von Sponsoren aus Zschopau, wurde die Gestaltung aber immer freundlicher, heller und kindgerechter. So fühlen sich jetzt die Babys beim Eltern-Kind-Treff genauso wohl, wie die 14-jährigen Teenies beim Karten spielen.
Dann war da noch der Raum, gleich am Eingang in mein Haus. Ein heller freundlicher Raum, der wie ihr schon wisst, erst den Billardtisch beherbergte. Dann wurde das Internetcafe daraus und zum Schluss nahm die Leitung des Hauses den Raum in Beschlag und es wurde ein Büro. In meiner Anfangszeit als Jugend- und Freizeitcentrum, hatte ich sieben Tage die Woche geöffnet. Viele ehrenamtliche Helfer und Fachpersonal gaben sich, sprichwörtlich die Klinke in die Hand, um die Öffnungszeiten und Angebote zu bewerkstelligen. Die Besucher nutzten diese Angebote auch rege. Ob Skat-, Billard-, Dart oder Kickerturnier, es war immer etwas los. Doch dann kamen wieder andere Zeiten auf mich zu. Viele ehrenamtliche Helfer gründeten Familien oder waren nach ihrem harten Arbeitstag froh, die Beine hochzulegen. Das war dann der Anfang der fünf Tage Woche.
Erst dachte ich, dass wird ganz schön langweilig für mich. Aber schwer getäuscht. Leute aus Zschopau und Umgebung mieteten die Räume und feierten Geburtstage, Hochzeiten oder Klassentreffen. Ich war ja groß genug um viele Menschen unterzubringen. Auch die Mitarbeiter in meinem Haus ließen sich so einiges einfallen. Ob Feste, Discos, Angebote für Familien oder im Rahmen des Mehrgenerationshauses anfallende Treffen mit allen Altersgruppen, immer wieder war lachen zu hören und gut gelaunte Menschen zu sehen. Wer also sagt: „In dem Haus ist nichts los und schon gar nicht am Wochenende.“, der sollte sich mal auf den Weg machen und mich besuchen. Erst letztens feierten wir am 1. Juni ein tolles Kinderfest. Außerdem sehe ich auch, wie oft die Hänger auf meinem Hof, an den Wochenenden, mit den Hüpfburgen losfahren und die Mitarbeiter das eine oder andere Fest in der Stadt und der näheren Umgebung unterstützen. Ich hoffe für euch war die kleine Zeitreise genau so interessant wie für mich. Ich würde euch so gerne noch viele Erlebnisse näherbringen. Aber vielleicht seid ihr ja bei meinen neuen Erlebnissen selbst mit dabei. Unser offener Bereich hat sich auch vor kurzem erst gewandelt und so wird es immer weitergehen.

Martina Oehme

Stadtkurier Juli 2025

Eigentlich wird man ja erst in den Wintermonaten sentimental. Aber ich habe nach dem letzten Besuch eines ehemaligen Kindes, welches tagtäglich die Spielstube besuchte, so darüber nachgedacht, wie viele Kinder und Jugendliche ich in den über 20 Jahren, begleiten durfte. Wir hatten so viele Kinder, dass wir in einen größeren Raum umziehen mussten. Und dieser Raum ist auch jetzt noch beliebter Treffpunkt. Die Kinder von damals sind jetzt zu Erwachsenen geworden und wie das meist so läuft, haben sie selbst Kinder.
Viele sind weggezogen und haben ihren Lebensmittelpunkt in einem anderen Ort gefunden. Doch bei Besuchen in der Heimat nehmen sie sich die Zeit, uns im High Point zu besuchen. Viele sind untereinander in Kontakt geblieben und so erfahren wir, was aus ihnen geworden ist und wie es ihnen geht. Das kleine schüchterne Mädchen hat jetzt selbst 4 Kinder und hat neben Beruf und Haushalt, mit ihrem Mann, noch ein Haus gebaut. Der damals vorlaute Junge ist jetzt Polizist und steht jeden Tag seinen Mann. Das Kind, dem kein Obst schmeckte, leitet einen Feinkostladen. So könnte ich selbst noch viele Geschichten von früher bis heute erzählen, denn ich freue mich immer, wenn eins der früheren Kinder hereinschneit und mir erzählt, was aus ihnen oder den anderen so geworden ist.
Aber es sind auch Kinder in Zschopau geblieben und hier zu Erwachsenen geworden. Sie haben ihre Heimatstadt nicht oder nur kurz, z.B. für ihr Studium, verlassen. Jetzt kommen sie mit ihren Kindern in den High Point. Ob Muttitreff, Kleinkindersport oder bei Angeboten für die ganze Familie, ich habe oftmals „Ehemalige“ dabei, welche sich gerne an ihre Kindheit in unseren Räumen erinnern und es gut finden, dass ihr Anlaufpunkt auch ihren Kindern noch zur Verfügung steht. Gerade in der heutigen Zeit ist das nicht immer selbstverständlich, dass so ein Haus gefördert und erhalten wird.
Deshalb sagen wir auf diesem Wege einmal DANKE an alle, welche uns diese schönen Jahre ermöglichten und mit ihrem Engagement und ihrer Unterstützung dazu beitrugen, dass die Kinder und Jugendlichen sich in ihrem „zweiten Wohnzimmer“ immer wohlfühlen konnten. Wir hoffen, dass durch diese Unterstützung, auch in den kommenden Jahren noch strahlende Kinderaugen aus dem High Point blicken können. Vielleicht finde ich einmal die Zeit, einige Lebensgeschichten aufzuschreiben. Ich habe selbst erlebt, dass viele keinen einfachen Weg in das Erwachsenenleben hatten. Umso mehr freut es mich, dass sie auch jetzt noch sagen: „Bei euch hatten wir eine schöne Kindheit. Und das was wir heute sind, verdanken wir auch euch.“

Martina Oehme

Stadtkurier August 2025

Wer braucht schon heiße Sommer?

Regen, Regen und nochmals Regen. Mal stärker, mal schwächer und sogar mal in Hagelform, doch wir haben nicht nur durchgehalten, sondern wir haben abwechslungsreiche, spannende und schöne Sommerferienangebote erlebt. Unser Schwimmcamp und unser Sommercamp sind, trotz schlechtem Wetter, nicht „ins Wasser gefallen“. Und als Dankeschön gab es auch einen wunderschönen Regenbogen über der Zschopau. Doch ich beginne am besten einmal von vorn. Zuerst sind wir in unser Schwimmcamp gestartet. Wir verbrachten einen Teil unserer Zeit auf dem Gelände des Kanusportvereins „Falke“. Zum Schwimmen sind wir dann immer in die Schwimmhalle Zschopau gegangen. Mit Unterstützung vom Team der örtlichen Schwimmhalle wurden den Kindern die Möglichkeiten zum Schwimmtraining gegeben. Bei Trainingseinheiten vormittags und nachmittags, wurden das Ausdauerschwimmen, der Startsprung und verschiedene Rettungstechniken trainiert. Die Kinder lernten bei Unfällen und Stresssituationen im Wasser, nicht in Panik zu geraten. Eine Woche später startete unser Sommercamp.
Dies fand auch auf dem Gelände des Kanuvereins statt, wurde aber mit komplett anderen Inhalten gefüllt. Zum Thema Mobbing wurden unterschiedliche Workshops und Vorträge angeboten und mit Spielen verschiedene soziale Kompetenzen geschult. Doch wir sind auch Boot gefahren und haben die kurzen regenfreien Zeiten für verschiedene sportliche Angebote genutzt. Während wir hier dem Wetter getrotzt haben, war eine weitere Gruppe in Frankreich zur Jugendbegegnung. Im Rahmen der Städtepartnerschaft trafen sich Jugendliche aus Tschechien, Irland, der Ukraine und eben aus Zschopau, im französischen Veneux les Sablons. Während 8 Tagen erkundeten sie gemeinsam die Umgebung und besuchten auch die Hauptstadt Paris. Sie teilten ihre Erlebnisse mit den anderen Jugendlichen und lernten, durch die Vorstellung der einzelnen Herkunftsländer, viel über deren Kultur kennen. Doch neben den Campwochen gab es auch noch viele Angebote im High Point. Ob Mario Kart Turnier, Kickerturnier, Tischtennisturnier oder den Fototricks mit dem Green Screen, für Abwechslung war immer gesorgt. So vergingen die 6 Wochen wie im Fluge und das Wetter hat uns von unserem Plan A … B… und manchmal C, nicht abgehalten. Wir waren flexibel genug und hatten super Unterstützer, welche unsere Ferien zum Erlebnis machten. Also, mal so als Fazit… Wer braucht schon heiße Sommer?

Die Maßnahmen wurden mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes, der Kreuzberger Kinderstiftung und Sponsoren.

 

Martina Oehme

Stadtkurier September 2025

Schicksalsschläge

Wer weiß schon was das Leben für einen bereit hält und es ist oftmals auch gut so, nicht zu wissen was einem bevorsteht. Doch wenn man geliebte Menschen plötzlich verliert, ändert sich die Meinung. Man hätte gern viel mehr Zeit mit ihnen verbracht oder die Gelegenheit gehabt, sich mit einer Umarmung zu verabschieden. Oftmals wünschte man sich, man könnte die Zeit zurückdrehen. Plötzlich und unerwartet und für uns alle unfassbar, wurden zwei Mütter aus dem Leben gerissen. Was als lustiger Ausflug begann endete in einem gnadenlosen Fiasko. Ein Autounfall veränderte das Leben von vielen Menschen. Ganz besonders das der kleinen Kinder, welche plötzlich und von Allen unerwartet, ihre Mütter verloren. Wir können nur hoffen, dass die Zeit wirklich alle Wunden heilt und die Familien und Freunde in ihrer Trauerbewältigung, unterstützen.
Das Team und der Vorstand vom „High Point“ nehmen Abschied von zwei lebenslustigen Menschen. Junge Mütter, die noch so viel vor hatten. Junge Mütter, die noch so viel zu geben hatten. Junge Mütter, die ihre Kinder jetzt allein zurücklassen müssen, mit dem Vertrauen, dass Familie und Freunde Wegbegleiter durch die schwere Zeit sein werden. Celine und Melanie werden in ihren Familien und auch bei uns eine Lücke hinterlassen, welche nicht so leicht geschlossen werden kann. Wir wünschen den Familien viel Kraft in dieser schweren Zeit und schicken ein letztes DANKE für die schöne Zeit mit euch.

  

 

Martina Oehme

Stadtkurier Oktober 2025

Generationen verbinden

Als Jugend- und Freizeitcentrum High Point sind wir ein Teil des Mehrgenerationenhauses Zschopau. Was bedeutet eigentlich Mehrgenerationenhaus? Viele stellen sich ein Gebäude vor, in dem sich Menschen aller Generationen treffen, gemeinsam Zeit verbringen und auch von- und miteinander lernen. In manchen Gemeinden ist das auch genauso. Doch bei uns ist es etwas anders. Wir sind verschiedene Einrichtungen mit unterschiedlicher Altersstruktur und treffen uns zu bestimmten Aktionen. So haben die Kinder und Familien vom High Point gemeinsam mit den Senioren der Volkssolidarität Zschopau schon viele tolle Stunden verbracht. Wir haben zusammen andere Mehrgenerationenhäuser besucht und unsere Erfahrungen auf diesem Gebiet ausgetauscht, wir treffen uns aber auch regelmäßig zu Angeboten wie basteln, wandern, spielen, Sport und Workshops zu den digitalen Medien.
So lernen nicht nur die Kinder von den Senioren, sondern auch die Senioren von den Kindern. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen und dadurch entstehen bei unseren Treffen nicht nur schöne Kreativarbeiten, sondern es gibt auch einen Austausch von Erlebnissen, welcher für Abwechslung im Alltag aller Generationen, sorgen. Im September haben wir uns zu einem Spielenachmittag getroffen. Neben alten Spielen wie „Mensch ärgere dich nicht“ und Rommé, kamen auch neue Spiel wie „Doc“ zum Einsatz. Wir hatten lustige Stunden und es gab für uns nur Gewinner. In den Oktoberferien waren wir wandern. Mit dem Pilzberater Hr. Schaller haben wir uns auf Pilzsuche begeben. Bei einer gemütlichen Wanderung durch den Bornwald lernten wir verschiedene Pilzsorten kennen. Um die Pilze zu erkennen haben wir daran gerochen, auch mal gekostet und festgestellt, dass Pilze scharf sein können, nach Maggi oder Rettich riechen und sich beim aufschneiden verfärben.
Über 2 Stunden haben wir uns an der frischen Luft bewegt und unsere Körbe fast gefüllt. Im November treffen wir uns wieder zum Weihnachtsbasteln und so vergeht wieder ein Jahr mit gemeinsamen Erlebnissen, welche für alle eine Bereicherung sind und auch im nächsten Jahr weitergeführt werden. Unsere Treffen sind für alle Generationen eine Bereicherung und werten ihren Alltag extrem auf.  

Martina Oehme

Stadtkurier November 2025

Sportlich durch das Jahr, ich bin dabei!

Wer kennt ihn nicht, diesen guten Vorsatz für das neue Jahr. „Ab Januar bewege ich mich mehr, ernähre mich gesünder und achte auf meine Gesundheit.“ Soweit so gut. Doch meist an der ersten Hürde „Bewegung“, scheitert mein guter Vorsatz. Man könnte ja in einen Sportverein eintreten, die Gebühr bezahlen und damit sein Gewissen schon mal beruhigen. Aber dann kommt diese Sache mit der Regelmäßigkeit. Gerade am Trainingstag muss ich für eine wichtige Schularbeit lernen, oder länger arbeiten, oder zum Elternabend, oder einkaufen, oder… oder … oder…. Von Regelmäßigkeit keine Spur mehr. Wie wäre es, wenn ich sportliche Angebote auch unregelmäßig nutzen könnte. Und jetzt kommen wir ins Spiel.
Dart, Billard, Tischtennis und Kicker sind Bewegungsangebote, welche bei uns Montag – Freitag von 15.00 bis 20.00 Uhr genutzt werden können. Nach der kleinen Hürde, Tür auf und rein, können die Geräte schon genutzt werden. Gemeinsam mit Freunden kann man in einen kleinen Wettstreit treten, aber auch wenn man alleine kommt, vergeht die Zeit wie im Fluge und man ist in Bewegung. Das Beste an der ganzen Sache ist, man kann seinen guten Vorsatz das ganze Jahr über beginnen. Sollte jetzt jemand denken, nur Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nutzen unsere vielfältigen Angebote, der täuscht sich, auch ältere Menschen sind herzlich willkommen. Wer sich gerne einer bestehenden Gruppe anschließen möchte, mindestens 18 Jahre alt ist, hat montags die Chance sich bei den Tischtennisspielern ab 17.30 Uhr, einzuklinken.
Mittwochs steht ab 18.00 Uhr chinesisch Tischtennis auf dem Plan. In dieser Gruppe gibt es Mitspieler von 14 – 75 Jahren. Eine große Altersspanne, welche aber dem Spaß an gemeinsamer Bewegung keinen Abbruch tut. Donnerstags, von 17.00 – 18.30 Uhr, trifft sich außerdem noch eine Gruppe in der Turnhalle der August-Bebel-Schule. Hier ist die Altersspanne von 7 – 14 Jahren bei weitem geringer. Bei diesem Angebot geht es ausnahmsweise nicht um Tischtennis, sondern es stehen Team-, Staffel- und Ballspiele auf dem Programm. Ihr seht also, an Angeboten sollte es nicht mangeln und ein „ich bin zu jung oder zu alt“, zählt nicht. Der erste Schritt ist immer der schwerste, dass stimmt schon. Doch vielleicht fällt der erste Schritt mit einem Freund an der Seite auch viel leichter. Dann kannst auch du sagen: „Sportlich durch das Jahr, ich bin dabei!“

 

Martina Oehme

Stadtkurier Dezember 2025

Innehalten – zurückblicken – mit sich im Reinen sein

Der Mensch ist ein faszinierendes Wesen, das komplex ist und durch seine Vielfalt besticht. Wir Menschen besitzen die Fähigkeiten, zu denken, zu fühlen und zu handeln. Außerdem sind wir soziale Wesen, welche auf die Interaktion mit anderen angewiesen sind. Durch Kommunikation, Ehrlichkeit und den Austausch mit anderen Menschen entwickelt sich unsere persönliche Identität. Deshalb ist die menschliche Natur geprägt von Emotionen, Bedürfnissen und Wünschen, die unser Verhalten und unsere Entscheidungen beeinflussen. Doch wer steht uns mit Rat und Tat zur Seite, um uns bei unseren Entscheidungen zu unterstützen? Wer hinterfragt unser Verhalten anderen gegenüber? Mit wem kann ich sprechen, wenn ich mich ungerecht behandelt fühle und dies mit vielen Emotionen vielleicht dem Falschen nachsage?
Gerade am Jahresende treten viele Fragen auf und wir suchen Antworten, die uns persönlich mit Glück und Zufriedenheit erfüllen. Doch wie sieht es bei demjenigen aus, der vielleicht ungerecht behandelt wurde, der schlechtes Gerede über sich erfahren musste oder auch zum weinen gebracht wurde? Es gibt keinen auf der Welt der immer alles richtig macht und gerade deshalb ist eine offene Kommunikation das Wichtigste. Menschen direkt ansprechen, aufeinander zugehen, Vorurteile aus dem Weg schaffen, sich nicht hinter anderen verstecken, oder vielleicht sogar anonym Hinweise verteilen, ohne dass eine Richtigstellung erfolgen kann. Jeder Mensch hat von einem gemeinsamen Erlebnis eine unterschiedliche Wahrnehmung.
Das ist diese Sache mit „dem Glas das einmal halb leer und einmal halb voll ist“. Das liegt zum größten Teil an den momentanen Gefühlen des Einzelnen. Gerade deshalb ist es wichtig, wenn ich mir einer Sache nicht sicher bin, zu reden, um die Sache aus der Welt zu schaffen. Wenn ich mit mir im Reinen bin, fällt es mir sicher leichter ins Gespräch zu kommen, als wenn ich schon viele schlechte Erfahrungen sammeln musste. Doch auch das rechtfertigt nicht, andere ungewollt zu verletzen.
Lasst uns zum Jahresende das Jahr noch einmal Revue passieren. Fragt euch selbst, ob ihr mit euch zufrieden in das neue Jahr starten könnt, oder ob es vielleicht noch eine Baustelle gibt, die offen und ehrlich aus der Welt geschafft werden kann. Man sollte immer daran denken, der Mensch ist glücklich und zufrieden, wenn er sich selbst gut fühlt. Was ihr selbst möchtet, solltet ihr auch dem Anderen zugestehen, denn jeder hat sein persönliches Päckchen zu tragen und trifft Entscheidungen, welche ihm im Nachhinein selbst leidtun. Dann wäre es gut diese negative Entscheidung aus der Welt zu schaffen, bevor die entstandene Mauer nicht mehr eingerissen werden kann. Emotionen, Bedürfnisse und Wünsche hat jeder und jeder sollte die Möglichkeit haben, darüber zu reden.

Das Team vom High Point wünscht Allen ein frohes und besinnliches Weihnachten. Lasst diese besondere Zeit mit Familie, Freunden und guten Erinnerungen gefüllt sein. Außerdem wünschen wir ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr. Möge es viel Freude, Liebe und Erfolg bringen.

Martina Oehme